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So dunkel, es ist.. so dunkel. Ich hasse Nächte. Ob Mutter und Vater schon schlafen? Ob Kelian schon schläft? "Kelian?" "Hm..?" "Kannst du auch nicht schlafen?" Ein leises rascheln. So raschelt es immer, wenn er seinen Kopf schüttelt. Dann, ein dumpfer Knall. Mein Bruder zuckt erschrocken zusammen. Ich höre es, da sein Bettzeug wieder raschelt. Ein weiterer Knall, irgendwas zerbricht klirrend im Nebenraum. Der Spalt unter der Tür, die einzige Lichtquelle, verdunkelt sich. Etwas ist vor der Tür. Ich möchte die Luft anhalten, stattdessen richtet sich mein Körper auf. Ich stehe vor dem Bett. Ganz vorsichtig, auf Zehenspitzen, schleiche ich zur Tür, lege mir eine Hand vor den Mund um meine Atmung so leise wie möglich zu halten. Dann lausche ich. Ich höre es, das Wesen vor der Tür. Seine Atmung klingt schnaufend, schnüffelnd. Als würde es versuch, zu erriechen was hinter der Tür ist. Ich weiche zurück. Eilig tragen mich meine Füße zum Bett meines Bruders. Doch noch bevor ich etwas tun kann, fliegt die Tür auf. Ein Schrei entweicht meiner Kehle wärend ich mich erschrocken umdrehe. Dort steht es, das Wesen. "Vater?!" Das Licht vom Flur erhellt das Zimmer, lässt mich das Gesicht meines Vaters erkennen.
Doch er ist es nicht. Das Wesen hat Klauen,

lange Eckzähne, stinkt abscheulich. Die Haare, die überall an seinem Körper wuchern, verpassen dem Wesen ein animalisches Aussehen. Dann richtet es seinen Blick auf mich. Die Augen sind rot. Blutrot. Und sie starren direkt in meine. Ich spüre, wie eine kleine Hand die meine fasst. Mein Bruder steht neben mir. Auch er kann den Blick nicht von dem Wesen lassen. Ich höre, wie er leise schluchtzt. Auch er muss die Ähnlichkeit zu unserem Vater erkannt haben. Ich drücke ihn hinter mich. Dann, auf einmal, stürzt die Kreatur los, geradewegs auf uns zu. Eine seiner Klauen trifft mich am Arm, schleudert mich zur Seite. Ich pralle gegen meinen Kleiderschrank, sinke auf den Boden. Verzweifelt zwinge ich mich wieder aufzustehen. Das Wesen steht vor meinem Bruder. Kelian kniet weinend auf dem Boden vor ihm. Er zittert. Seine Augen sind panisch, weit geöffnet. Das Wesen holt aus, und...

"Nein!" Mit einem Ruck öffneten sich die Augen des jungen Mädchens, erschrocken setzte sie sich in ihrem Bett auf. Schweiß glitzerte auf ihrer Stirn, ein zittern ließ ihren Körper beben."Nur.. ein Traum." Kraftlos sank sie zurück auf ihr Kopfkissen. Ihre Augen starrten völlig Abwesend an die Decke. Im Kopf watete sie durch ein Meer von Gedanken und
suavis am 14.7.09 21:27


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